Serienpreview: „Terra Nova“

Spielberg schickt uns, mal wieder, in ein Land vor unserer Zeit

Ralf Döbele
Ralf Döbele – 28.11.2011, 19:13 Uhr

Jason O’Mara als Kolonist Jim Shannon in „Terra Nova“ – Bild: FOX
Jason O’Mara als Kolonist Jim Shannon in „Terra Nova“

Woran erkennt meine eine neue Serie von Steven Spielberg? Spontan an drei Dingen: Gewaltiges Budget, gewaltige Werbung und gewaltige Länge. Die neuen Formate des Mega-Regisseurs und Produzenten sind scheinbar die einzigen, die sich im US-Fernsehen momentan noch groß umworbene 90 Minuten-Premieren leisten können, wie sie vor allem in den 80er und 90er Jahren üblich waren. Nachdem „Falling Skies“ so für TNT die gute alte Alien-Invasion wieder vom Zaun brach, widmet sich auch die neue FOX-Serie „Terra Nova“ teilweise einem Thema, das Spielberg bestens vertraut ist: Dinosaurier.

Eine Familie aus dem 22. Jahrhundert verschlägt es hier in ein prähistorisches Land vor unserer Zeit. Sprich: Dinos und Unterhaltung für die ganze Familie sind die Mittel, die sich FOX durchaus hat etwas kosten lassen. Mit vier Millionen Dollar pro Episode übersteigt das Budget einer Episode den Network-Durchschnitt und auch sonst beweist der Sender Mut. Um die Produktion in Australien einfacher und rentabler zu gestalten, wurde statt nur eines Piloten gleich die gesamte erste Staffel mit 13 Episoden bestellt. Die Kolonisation der prähistorischen Welt von „Terra Nova“ ist in der ersten Folge bereits weit vorangeschritten, ist also recht erfolgreich – vielleicht erfolgreicher als die Bemühungen der Fernsehmacher sich vom Spielbergschen Einheitsbrei aus Familienidyll und Dino-Jagden abzuheben.

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